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Hernien-Chirurgie


Leiter: Prof. Dr. med. K. Hallfeldt

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Nabelhernie

Der Hernienaustritt der Nabelhernie ist die embryonale Durchtrittsstelle der Nabelschnurgefäße. Ein Nabelbruch ist in der Neugeborenenphase vor der Bildung der Nabelnarbe physiologisch. Im Alter bis zu 2 Jahren besteht in der Regel keine Indikation zur Operation, da die Rückbildungstendenz sehr hoch ist und das Risiko der Einklemmung im Kindesalter minimal ist. Krankheitswert erlangt die Nabelhernien im Erwachsenenalter. Durch Schwächung der Bauchwand, Überdehnung oder Erhöhung des intraabdominellen Druckes (Adipositas, Leberzirrhose und Aszites) tritt der Bruch auf.

Die Operation kann bei kleinen Brüchen in Lokalanästhesie durchgeführt werden, bei größeren Brüchen ist eine Allgemeinnarkose notwendig. Nach Bruchsackpräpration und Resektion über einen bogenförmigen Hautschnitt wird die Bruchlücke durch direkte Naht oder Fasziendoppelung verschlossen. Bei großen Nabelhernien (>5cm) verwenden wir aufgrund des hohen Rezidivrisikos analog zu den Narbenhernien Kunststoffnetz.