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Interdisziplinäre Gastroenterologie u. Kolorektale Chirurgie


Bereichsleiter: Prof. Dr. Siebeck, Prof. Dr. Hallfeldt

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Untersuchungsmethoden
Vorbereitung des Patienten
auf die einzelnen Untersuchungen

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Ärzteteam + Kontakt

Untersuchungsmethoden

Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD)
Endoskopische retrograde
Cholangio-Pankreatikographie (ERCP)
Darmspiegelung (Koloskopie):
deutsch
/ türkisch
Proktoskopie
Ultraschalluntersuchung: deutsch / türkisch
Ultraschalluntersuchung durch den After

Endosonographie
Untersuchung von After und Mastdarm
in Narkose

Röntgenuntersuchung des Dünndarms
Transitzeitmessung
Computertomografie (CT)
Kernspintomografie (MRT)

Untersuchung von After und Mastdarm mit Kernspintomografie
(Magnetresonanztomografie, NMR oder MR oder MRT)

© Dr. Matthias Siebeck

Die Kernspintomografie ist ein Schnittbildverfahren, das ein Magnetfeld hoher Feldstärke und in gepulster Form eingestrahlte Radiowellen von geringer Intensität benutzt. Hierdurch werden Wasserstoffatome der Wasser- und Fettbestandteile im Körper zur Kernspinresonanz angeregt. Nach Abschalten der Anregungsfrequenz werden die Signale durch Empfängerspulen, die den Körper oder den zu untersuchenden Körperteil des Patienten umgeben, aufgenommen. Das Signal ist von der Wasserstoffdichte im Gewebe und den Abklingzeiten abhängig. Durch einen Computer werden viele Messungen in verschiedenen Richtungen zu Schichtbildern (Tomogrammen) in verschiedenen Ebenen zusammengesetzt. Das Verfahren ist geeignet, um eine ganze Körperregion auf einmal abzubilden, z. B. ein Querschnitt durch den Bauch.

Die Kernspintomografie ermöglicht die Abgrenzung von Tumoren, Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe (Ödem), Blutungen oder abgestorbenem Gewebe (Nekrose) gegenüber der gesunden Umgebung. Eine Kontrastverstärkung ist durch intravenöse Gabe einer Gadolinium-Verbindung möglich. Der Paramagnetismus des Gadolinium bewirkt eine Veränderung des Magnetfeldes im untersuchten Organ. Damit erreicht man eine Kontrastverstärkung des Bildes, ohne daß das Gadolinium eigene Signale aussendet. Eine Kontrastierung des Dickdarms ist auch durch einen Einlauf möglich. Weiterhin ist es möglich, das untere Ende des Afterkanals duch eine Kapsel zu markieren. Die Kapsel enthält ein Herzmedikament und wird normalerweise im Mund zerbissen, kann aber auf der Haut keinen Schaden anrichten.

Die Kernspintomografie hat nichts mit Röntgenstrahlen zu tun, auch wenn die Untersuchung meistens von einem Röntgenarzt (Radiologen) gemacht wird. Deswegen kann man die Kernspintomografie auch wiederholen, ohne dem Patienten zu schaden. Bei Patienten mit Herzschrittmacher oder anderen Metall-Implantaten ist die Kernspintomografie nicht sinnvoll und möglicherweise sogar gefährlich. Für die Gabe des Kontrastmittels muß eine Verweilkanüle in eine Vene eingelegt werden. Der Patient muß während der Untersuchung möglichst ruhig liegenbleiben, damit die Bilder nicht "verwackelt" werden. Bis auf das ruhige Liegen ist die Untersuchung eigentlich nicht unangenehm.

Bei Patienten mit Darmtumor dient die Kernspintomografie der Beckenregion der Bestimmung von Größe, Lage und Ausbreitung des Tumors in Nachbarorgane sowie der Suche nach Lymphknotenmetastasen.

Bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen dient die Kernspintomografie der Beckenregion vor allem der Suche nach Eiterherden, die noch keinen Abfluß haben. Die Kernspintomografie wird mit dieser Fragestellung noch nicht überall routinemäßig durchgeführt und ist dann sinnvoll, wenn ein modernes Gerät mit einem hohen räumlichen Auflösungsvermögen zur Verfügung steht. Alternativen sind die endorektale Sonografie, die axiale Computertomografie sowie die Untersuchung des Afters und Mastdarms in Narkose.