Funktionsbereiche <Gastroenterologie / Kolorektale Chirurgie <Untersuchungsmethoden <
Über die Chirurgische Klinik
Spezialsprechstunden
Funktionsbereiche
Stationen
Stationärer Aufenthalt
Ambulanter Aufenthalt
Ärztliche Mitarbeiter
Historischer Rückblick
Wegweiser 
Suche A - Z
 
Klinikum der
Universität München
Ludwig-Maximilians-
Universität München
medizinische Fakultät

Interdisziplinäre Gastroenterologie u. Kolorektale Chirurgie


Bereichsleiter: Prof. Dr. Siebeck, Prof. Dr. Hallfeldt

Informationen für Patienten
Untersuchungsmethoden
Vorbereitung des Patienten
auf die einzelnen Untersuchungen

Sprechstunden
Ärzteteam + Kontakt

Untersuchungsmethoden

Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD)
Endoskopische retrograde
Cholangio-Pankreatikographie (ERCP)
Darmspiegelung (Koloskopie):
deutsch
/ türkisch
Proktoskopie
Ultraschalluntersuchung: deutsch / türkisch
Ultraschalluntersuchung durch den After

Endosonographie
Untersuchung von After und Mastdarm
in Narkose

Röntgenuntersuchung des Dünndarms
Transitzeitmessung
Computertomografie (CT)
Kernspintomografie (MRT)

Ultraschalluntersuchung (Sonografie des Abdomens)

© Dr. Matthias Siebeck

Schallwellen mit Frequenzen oberhalb des hörbaren Bereiches werden in einem Schallkopf erzeugt und durch die Bauchwand in den Bauchraum gelenkt. Die weder hörbaren noch spürbaren Wellen unterliegen den Gesetzen der Akustik. Grenzschichten zwischen verschiedenen Geweben werfen die Schallwellen zurück. Diese Echos werden von demselben Schallkopf wieder aufgefangen und elektronisch zu Bildern zusammengesetzt, die auf dem Bildschirm angezeigt werden. Der Schallkopf blickt gewissermaßen von der Hautoberfläche 10 bis 15 cm tief in das Gewebe in der Bauchhöhle. Um den Schallkopf akustisch möglichst gut an die Bauchwand anzukoppeln, wird ein Gel verwendet, das man auf die Haut aufträgt.

An der Grenze von Luft zu Wasser tritt Totalreflexion der Schallwellen auf. Praktisch bedeutet das, daß man auf dem Bildschirm nichts erkennen kann, wenn viel Gas im Darm ist. Die Untersuchung muß wiederholt werden, sobald der Patient nüchtern ist, das heißt, nicht gegessen, nicht getrunken und nicht geraucht hat.

Ultraschallwellen sind ungefährlich und haben nichts mit Röntgenstrahlen zu tun, auch wenn die Untersuchung oft von einem Röntgenarzt (Radiologen) gemacht wird. Deswegen kann man die Ultraschalluntersuchung auch wiederholen, ohne dem Patienten zu schaden.

Mit der Ultraschalluntersuchung des Abdomens kann man folgende Befunde erkennen (es handelt sich lediglich um eine Auswahl von häufigen Befunden):

Verdickung der Darmwand: ist ein Hinweis auf eine Entzündung, kommt bei Patienten mit Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Divertikulitis und anderen Entzündungen vor. Diese Untersuchung ist nur mit modernen, hochauflösenden Ultraschallgeräten möglich.

Flüssigkeit zwischen Darmschlingen: kann ein Hinweis auf eine Ansammlung von Eiter (Schlingen-Abszess) sein, kommt bei Patienten mit Morbus Crohn, Divertikulitis oder anderen Entzündungen vor.

Flüssigkeit in der freien Bauchhöhle: Bauchwassersucht (Aszites), kommt bei schweren Erkrankungen (z. B. Leber, Herz) vor.

Veränderungen an der gesamten Leber: Verfettung, Schrumpfung, Zirrhose.

Herde in der Leber: flüssigkeitsgefüllter Hohlraum im Lebergewebe (Zyste), Blutschwamm (Hämangiom), eitergefüllter Hohlraum (Leber-Abszess), Tochtergeschwülste von bösartigen Tumoren (Metastasen).

Steine in der Gallenblase, Steine in den Gallengängen, Aufstau der Gallengänge, Verdickung der Gallenblasenwand: Hinweise auf das Steinleiden der Gallenblase, Gallenkoliken, Gelbsucht, Gallenblasenentzündung.

Weiterhin kann die Sonografie dazu benutzt werden, um Abszesse in der Bauchhöhle mit einer feinen Nadel durch die Bauchwand zu entleeren (Punktion) oder mit einem Plastikkatheter für einige Zeit abzuleiten (Drainage).