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Zentrum für Endokrine Chirurgie


Leiter: Prof. Dr. med. K. Hallfeldt

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Conn-Syndrom (primärer Aldosteronismus)

Der primäre Hyperaldosteronismus wurde im Jahre 1955 erstmals beschrieben und gehört mit einer Häufigkeit von ca. 1-2% zu den seltenen Ursachen eines Bluthochdrucks. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Ursache ist ein Aldosteron-produzierender Tumor in der Nebennierenrinde. Durch die vermehrte Produktion von Aldosteron, einem sogenannten Mineralocortikoid wird durch eine Erhöhung von Natrium vermehrt Wasser in den Körper aufgenommen. Dadurch kommt es zur Druckerhöhung im arteriellen Kreislauf. Ferner kommt es zu einem Absinken der Kaliumkonzentration im Blut.

Die subjektiven Beschwerden beinhalten Kopfschmerzen, allgemeine Schwäche (durch Hypokaliämie) und Parästhesien. Die wesentlichen klinischen Befunde sind Bluthochdruck, Hypokaliämie, Hypernatriämie und Hypervolämie. Manifeste Ödeme sind jedoch selten. Durch die Hypokalämie kann es zu Muskelschwäche und zeitweisen Lähmungserscheinungen kommen.

In 70-90% der Fälle handelt es sich hier um ein kleines, einseitiges Nebennierenadenom. Diese Form des primären Aldosteronismus sollte chirurgisch behandelt werden. Dabei wird die das Adenom-tragende Nebenniere laparoskopisch entfernt.

Alle anderen Formen des Conn-Syndroms sind seltener und betreffen häufig beide Nebennieren, so dass eine Operation nicht immer möglich ist.