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Zentrum für Endokrine Chirurgie


Leiter: Prof. Dr. med. K. Hallfeldt

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Nebenniere

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Operationsvorbereitung

Bevor die Operation durchgeführt werden kann müssen zunächst die Lage, Größe und Art des Tumors bestimmt werden. Erst dann kann der Operateur entscheiden durch welches Operationsverfahren, z.B. eine laparoskopische Operation, die Nebenniere entfernt werden soll. Hierzu sind einige klinische Untersuchungen, Blut- und Urinanalysen notwendig. Durch bildgebende Verfahren erhält man Informationen über Größe, Gewebeart und Lage des Tumors. Dadurch kann eine exakte Operationsplanung erfolgen. Ist der Tumor nicht zu groß, kann er auf laparoskopischem Weg über drei, etwa 1cm im Durchmesser grosse Trokare reseziert werden (siehe auch Kapitel Operationsverfahren). Die Dignität (Gut- oder Bösartigkeit) des Tumors kann mit endgültiger Gewissheit nur nach einer feingeweblichen Aufarbeitung bestimmt werden. Jedoch lassen Grösse und Struktur des Tumors präoperativ eine grobe Einschätzung des Malignitätsrisikos zu. Diese Untersuchungen erfolgen in der Regel durch Endokrinologen (auf endokrine Organe spezialisierte Internisten) oder in enger Zusammenarbeit mit Endokrinologen. Die Indikation zur Operation wird gemeinsam gestellt.

Die stationäre Aufnahme in der Chirurgischen Klinik erfolgt nach abgeschlossenen Diagnostik in aller Regel am Tag vor der Operation.

Wir sind verpflichtet, jeden Patienten mindestens einen Tag vor der Operation über mögliche Komplikationen aufzuklären. Wir nehmen uns sehr viel Zeit, Ihnen noch einmal die Gründe für die Operation, die operative Vorgehensweise und natürlich auch die Komplikationsmöglichkeiten zu erläutern. Hier haben aber auch Sie die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Wünsche zu äußern.

In gleicher Weise ist der Narkosearzt verpflichtet, Sie über mögliche Komplikationen zu informieren. Auch hier findet ein sehr informatives Gespräch statt, und Sie werden noch einmal gebeten, zu möglichen Erkrankungen Stellung zu nehmen.

Am Operationstag müssen Sie nüchtern bleiben. Das bedeutet, Sie dürfen mindestens 6 Stunden vor der Operation weder essen, trinken, rauchen, Kaugummi kauen oder Bonbons lutschen. Das Einhalten dieser Regel dient Ihrer Sicherheit. Um Ihnen die Nervosität vor dem Eingriff zu nehmen, erhalten Sie ca. 1 Stunde vor der Operation auf der Station eine Beruhigungstablette. Im Operationssaal werden Sie vom Narkosearzt und der Narkoseschwester begrüßt. Eingriffe an den Nebennieren müssen grundsätzlich in Vollnarkose erfolgen.

Am Operationstag und am Abend davor ab 22.00 Uhr bleibt der Patient nüchtern. Es wird eine Kanüle in Armvene gelegt, durch die Infusionen und später die Narkosemittel gespritzt werden können werden. Der Patient wird am Operationstag nach Einnahme eines leichten Beruhigungsmittels in den Vorbereitungsraum gefahren. Dort wird die Narkose eingeleitet. Dabei werden alle wichtigen Körperfunktionen überwacht und über einen Monitor angezeigt.