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Laparoskopische Adrenalektomie
Die minimalinvasive Entfernung der Nebenniere hat sich in den letzten Jahren zur Behandlung von gutartigen Nebennierenvergrößerungen in einigen Kliniken als Standardverfahren durchgesetzt. Diese Operation sollte jedoch nur in Zentren mit entsprechender Erfahrung durchgeführt werden. Die Frage, ob der Eingriff minimalinvasiv durchgeführt werden kann, hängt ab von der Lage, Größe und Art des Nebennierentumors. Auch andere Grunderkrankungen und Voroperationen spielen eine Rolle. Die Möglichkeit, dass eine minimalinvasive Operation eventuell in eine größere konventionelle umgewandelt werden muss, wird immer im Aufklärungsgespräch erwähnt werden.
Grundsätzlich existieren verschiedene Möglichkeiten die Nebenniere minimalinvasiv zu entfernen. Dabei unterscheidet man Zugangswege durch den Bauchraum (laparoskopisch) von solchen die unter Umgehung des Bauchraumes durch die Weichteile des Rückens und der Flanken (retroperitoneoskopisch) zur Nebenniere gelangen. Bisher konnte noch kein eindeutiger Vorteil der einen gegenüber der anderen Technik gefunden werden.
In unserem Hause wird die laparoskopische Technik bevorzugt. Diese führen wir in Seitenlage durch und zwar so, dass die kranke Nebenniere oben zu liegen kommt. Es werden 3-4 kleine Hautschnitte zum Einbringen der Trokare (Einführhülsen für die Oprerationsinstrumente) benötigt und zwar ein Schnitt etwas oberhalb des Nabels, zwei Querfinger zur erkrankten Seite hin versetzt für den Optiktrokar (Kamera) sowie 2-3 entlang des Rippenbogens für die restlichen Instrumente. Dann wird Kohlendioxid in den Bauchraum eingeleitet, um in der Bauchhöhle mehr Raum für die Operation zu schaffen. Danach erfolgt das Aufsuchen und die Entfernung der Nebenniere. Das Präparat wird in einem Bergebeutel über einen der kleinen Hautschnitte geborgen und im Pathologischen Institut histologisch untersucht.
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