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Zentrum für Endokrine Chirurgie


Leiter: Prof. Dr. med. K. Hallfeldt

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Da die Nebennieren zentral im Körper liegen, sind sie aus verschiedenen Richtungen gut zu erreichen. Daher ist es nicht überraschend, dass eine ganze Reihe verschiedener Zugangswege zu diesen Organen beschrieben worden sind. Bereits 1889 wurde erstmals durch Thornton eine Adrenalektomie vorgenommen. Er benutzte dabei einen transabdominellen Zugang. Dieser wird heute über einen Subcostalschnitt (Rippenbogenrandschnitt) oder eine quere Oberbauchlaparotomie durchgeführt. Andere offene Zugangswege sind der laterale Flankenzugang (seitlich), der thorakoabdominelle Zugang (durch Brustkorb und Bauchhöhle) sowie der dorsale (hintere) Zugang. Für alle dieser Zugange existieren Vor- und Nachteile und es hängt von mehreren Faktoren ab (persönliche Präferenz des Chirurgen, Größe des Tumors, Voroperationen, Art des Tumors), welcher Zugang individuell gewählt wird.

In den letzten Jahren wurden jedoch auch einige minimalinvasive Zugänge zu den Nebennieren entwickelt. Dabei bietet die Adrenalektomie aus folgenden Gründen geradezu ideale Vorraussetzungen für die laparoskopische Chirurgie:

  1. Die Nebennieren liegen in einer anatomischen Region, welche durch konventionelle Verfahren nur schwer zugänglich ist.
  2. Die konventionellen Verfahren erfordern für die Entfernung eines sehr kleinen Organs einen sehr großen Schnitt mit entsprechend großem Zugangstrauma.
  3. Bei der Adrenalektomie handelt es sich um ein rein ablatives Verfahren (Entfernung eines Organs, keine Rekonstruktionen).
  4. Die meisten NN-Tumoren sind verhältnismäßig klein.


Abbildung: Laparoskopischer Zugang (X=Trokareinstichstellen) zur Nebenniere links, Patient in Seitenlage



Abbildung: Offener dorsaler Zugang zur Nebenniere links (Haut mit Klammern verschlossen)